Die
Installation »Das grüne Haus Projekt« umfaßt neben einer ca. 2 x 1 x 1 ,90 m
großen Bretterhütte (mit einer Ausstellung von 14 > Computergrafiken und einer Tonbandcollage) mehrere großformatige > Acrylbilder
auf Leinwand, diverse Holzschnitte und deren Bearbeitungen, und Musik. In der
Version 2001 steht statt eines Cassettenrecorders ein PC in der Hütte,
auf dem eine > CD-ROM
mit Animationen und Informationen zum Thema »Das grüne Haus«
läuft.
Wie das zuvor entstandene »Rayuela
Blues Projekt« basiert »Das grüne Haus Projekt« auf einem großen südamerikanischen
Roman, diesmal »La casa verde« von > Mario
Vargas Llosa, zu deutsch eben »Das grüne Haus«. Dieser Roman vereint
mehrere Erzählstränge, von denen einer, nämlich die 14 Kapitel der Geschichte
des grünen Hauses, Grundlage für die Computerillustrationen sind. Ausgestellt
sind diese Bilder in einer aus alten Brettern grob gezimmerten Hütte, grün gestrichen,
in der ein Tonband zu hören ist mit einer Lesung der spanischen Originaltexte,
unterlegt von Jazzstücken, die alle green im Titel haben. Im Buch ist die Hütte
das Bordell, Zentrum des erzählerischen Kaleidoskops, Schnittpunkt der Schicksale,
Zeiten und Realitäten, ein Haus von nahezu mythischer Vergangenheit und Bedeutung.
Besser gesagt zwei Häuser, denn aus der Asche des ersten entsteht das zweite,
beide verschmelzen in der Erinnerung, ergeben eine von vielen Verdopplungen
des Romans, der als reines Kunstwerk geschaffen worden ist - selbständig, komplett,
unparteiisch (trotz seiner eindeutig politischen Komponente).
Ebenso sind die großen Acrylbilder auf Leinwand zu sehen, jedes ist Teil der
Installation und kann doch auch für sich allein stehen. 4 dieser Bilder wurden bei dem Spielfilm > "Wer liebt, dem wachsen Flügel" von Gabriel Barylli eingesetzt.
