Die Ruhestätte der Familie Krieg
Warnung: Sie bietet noch reichlich Platz für Nachkommen
Am 8. Mai diesen Jahres wird 60 Jahre
Kriegsende gefeiert. Gemeint ist hier der
Zweite Weltkrieg, aber noch lange nicht das
Ende aller Kriege auf der Welt. Wie viele
Kriege in diesen letzten 60 Jahren weltweit
verzeichnet wurden, demonstriert Pit Kinzer
in seiner Installation „Familiengrab“.
Richtige Grabsteine hätten die Dimensionen
gesprengt, so hat Pit Kinzer einfache, primitive Holzkreuze, jedes sinnbildlich für einen
Krieg, in der Art eines Soldatenfriedhofes
aufgestellt. „Sie sollen eine Mahnung gegen
das Vergessen, Verdrängen und Übersehen
sein“, so der Künstler. Die Besucher des
Kunstfrühlings bleiben stehen, informieren
sich und schon kommt eine rege Diskussion
in Gange, Betroffenheit macht sich breit. Pit
Kinzer hat sein Ziel erreicht.
Pit Kinzer ist in Kaufbeuren (*) geboren und
der gelernte Schriftsetzer und Architekt lebt
heute als freischaffender Maler, Grafiker und
Medienkünstler in
Markt Rettenbach. Über
80
Einzelausstellungen und rund 500 Ausstellungsbeteiligungen
in Europa, Asien und
Amerika kann er ebenso aufweisen wie zahlreiche
Kunstpreise.
(*) Schon der 2. Presse-Versuch in dieser Woche, mich nach Kaufbeuren zu schicken ...
Mindelheimer Zeitung
29.03.05
Barbara Knoll